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8. Nov. 2007

True Man

The Truman Show (Grafik Berena News)

The Truman Show

Die Truman Show ist ein 1998 produzierter Spielfilm von Peter Weir mit Jim Carrey in der Hauptrolle. Es handelt sich um eine Satire auf die von Medien geprägte Welt, die zeigen will, welchen zerstörerischen Einfluss die Medien auf einen Einzelnen haben können.


Handlung

Die zentrale Figur des Films ist der Versicherungsvertreter Truman Burbank, der – ohne davon zu wissen – der Hauptdarsteller einer Fernsehserie ist, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben eines Menschen von Geburt an zu dokumentieren und live im Fernsehen zu präsentieren. Zu diesem Zweck hat Christof, der Produzent der Serie, Truman als Baby von seiner Firma adoptieren lassen und eigens Seahaven, eine von Wasser umgebene Küstenstadt, unter einer riesigen Kuppel – dem OmniCam-Ecosphere-Gebäude – bauen lassen - eine Art 1950er Jahre Spießer-Idylle mit 365 Tagen im Jahr Sonnenschein. Die Kuppel befindet sich auf den aufgeschütteten Hollywoodhills, oberhalb des Hollywood-Schildes. Hier wächst Truman auf, umgeben von Schauspielern, täglich beobachtet von über 5’000 Kameras. Finanziert wird die Truman Show, die 24 Stunden täglich live übertragen wird, hauptsächlich durch Product Placement.

(Quelle Wikipedia)




Das Verschwinden der Sprache

A.F. Grazi

Truman Burbank, Prototyp des unfreien Menschen in einer Mediengesellschaft? Naval Maas vom Institut für neue Medien an der Universität Berena widerspricht der These diametral. Truman ist der Prototyp des Menschen schlechthin. Unfrei sind seiner Meinung nach primär die Schauspieler das Set, die Produzenten, allen voran Christof (Ed Harris) der Vater der Truman Show. Nach Maas ist Freiheit in verwalteten Gesellschaften wie wir sie heute antreffen nicht mehr möglich. Frei sei denn noch derjenige, der sich frei fühle, somit sei Freiheit ein Konstrukt, welches einfach Abhängigkeiten ausblende. Während Truman fröhlich zur Arbeit fährt, ist ein gestresstes Team von Komparsen und Schauspielern laufend damit beschäftigt, die Truman Umwelt zu simulieren. Maas sagt dazu: „Gehen Sie auf das nächste Postamt, und senden sie einen Briefumschlag ohne Brief-Inhalt ab. Die Dame am Schalter wird sie bedienen, als ob ein Inhalt vorhanden wäre. Sie simuliert den Versand eines Briefes. Maas will damit nur sagen, dass die meisten Personen sich nicht darum kümmern (dürfen), was sie gerade machen, sie sind verschwiegene Mittler, Wasserträger von Abläufen zwischen den eigentlichen Geschehnissen. Maas hackt dann aber noch nach, indem er die eigentlichen Geschehnisse selber durchkreuzt und letztlich diese in der Realität immer mehr in Abrede stellt. Analphabeten, die früher ihre Briefe von einem Briefschreiber hätten schreiben lassen müssen, waren auch Abhängige. Nach Naval Maas aber solche, die sich ihrer Abhängigkeit bewusst waren. So musste denn ein Liebender seine Gedanken dem Schreiber des Briefes offenbaren. Dieser, so er denn ein guter Geschäftsmann aber auch Mensch war, versetzte sich in die Rolle des Liebenden und dichtete noch an der Botschaft mit und machte Vorschläge die dem Liebenden aus Scham oder vor lauter Verliebtheit gar nicht selber in den Sinn gekommen wären. So entstand nach Maas noch eine echte Kommunikation, die sich dann mit etwas Glück bei der Geliebten fortsetze. Dadurch, dass die im Grunde intimen Gefühle und Gedanken dem Briefschreiber mitgeteilt werden mussten, dieser einfühlsam mit dachte, sei der Liebende, in einem anderen Falle auch der Trauernde, etwas wie aufgehoben gewesen. Abhängigkeiten waren transparent. Sender Mittler, Medium und Botschft verschmelzen zu einer Einheit, der Kommunikation. Maas behauptet, dass heute keine Kommunikation mehr stattfinde. Heute werde Kommunikation nur noch simuliert. Die Kommunikation so Maas, nehme umgekehrt proportional der Zunahme an Medien (Handy, TV, Internet etc) ab. Es werde zwar mehr gesprochen, jedoch weniger gesagt. Der Mensch speichere immer mehr Informationen und sei immer weniger informiert. Dies aber nicht im Sinne von Sokrates (je mehr ich weiss, desto ...) sondern, je mehr man uns mit 0-Botschaften die Birne füllt, umso leerer wird sie.

Wenn Burbank guten Morgen und guten Abend und so weiter in einem Satz sagt, so sagt er nichts weiter, als: Es ist euch sowieso Wurscht was ich sage.