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Winchester House und Hügel aus Bisonschädeln

Das Auschwitz der ewigen Jagdgründe

38 Jahre lang baute Sarah Pardee Winchester an ihrem Haus in San Jose Kalifornien. Was sich da oben in der Luftaufnahme ausbreitet ist nicht eine Siedlung, sondern ist das Haus. Miss Winchester glaubte an Geister und ein Medium hatte ihr geraten das Haus nie fertig zu stellen. So entstand ein architektonisches Riesengeschwür, ein art-brut Haus.

Um den Geistern entgegenzutreten, wurde allerlei magischer Firlefans eingebaut. Das Haus ist heute eine Sehenswürdigkeit. Um sich diesen Wahnsinn leisten zu können bedurfte es eines grösseren Vermögens, welches die Witwe des Waffenfabrikanten ohne Zweifel besass. Für K.C. Broom (das Ganze ist das Dumme) ist Sarah W. der Prototyp des kapitalistischen Dummen an sich. Diese Dummheit, so Broom, sei die Voraussetzung für den Kapitalismus. Das Dumme sei eine art Fluidum, welches wie der heilige Geist ausgeschüttet werde, wo immer Menschen zu reich würden. Mit zu reich, meint Broom wirklich zu reich. Durchschnittsmillionäre könnten da beruhigt sein. Wahre Dummheit sei massiv teurer. Wenn natürlich noch so edle Geschäfte wie der Waffenhandel mit von der Partie seien, da so Broom, gehe die Post erst recht ab. Broom hat seinem Essay ein Bild mit einem Berg von Bison-Schädeln beigelegt, da er kein Bild mit Indianerschädeln auftreiben konnte. Broom nennt ihn das Auschwitz der ewigen Jagdgründe. Er stehe für den Genozid an Mensch und Tier und sei das unverarbeitete Gewissen der USA. Die Geister von Winchester House singen noch heute den Text der verkannten US-Nationalhymne: „ Howdy folks, let us hunt down buffalos from out of the train. Let us hunt down indians out in the prairies...Winchester oléeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiii“

Soweit die guten alten Zeiten. Heute heissen die Winchesters; Northrop, Grumman, Lockheed und co.