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Oeri Gigi und Sacher Paul

Das Lachen der Vasallen
Letzte Woche überdeckte die Gly-Coramin Affäre des Schweizer Multis Novartis, die Debatte über den Lohn ihres CEOs Vasella. Managergehälter sind in aller Munde und sorgen auch auf Sehnah für Adrenalinstösse bei Normalverdienern und Arbeitslosen. Dr. Galvo Signari, Professor für Soziologie an der Uni Berena, klärt über einen ganz anderen Hintergrund dieser Gehälter auf. Die Sache sei ganz einfach. Die CEOs seien im Grunde nur die Vasallen der eigentlichen Abzocker, nämlich der der Hauptaktionäre, der Besitzer eines Unternehmens. Signari meinete lakonisch: "Haben sie nicht bemerkt, dass Vasella von lat. vassus: Knecht und Nutella: Schokoladenseite der Medaille kommt?" Vasella sei zwar nicht der vassus von Roche, aber vorne bleibe trotzdem die Familie Sacher-Oeri-Hoffmann, die den Pharmagiganten und Novartis Gegenpart Roche kontrolliere und die hätten auch ihre Vasellen (CEO Franz B. Humer). Ihr Vermögen liegt bei 20 bis 26 Milliarden Franken. Acht Milliarden haben sie wieder zugelegt, ein Betrag, der ausreichen würde, um das Loch im Schweizer Bundeshaushalt zu stopfen.
(8 Milliarden sind 8'000 Millionen SFR, beim heutigen Sehnaher Tageskurs 12'840 Mio HUS). Seit der Dirigent und Mäzen Paul Sacher gestorben ist, tummelt sich in der Schweizer Öffentlichkeit nur noch Gigi Oeri. Ihr verdanken die Sehnaher Fussballfans die Niederlage des FC Berena gegen den Schweizer FC-Basel. Das "Portefeuille der Verschleierung", so nennt Signari die diversifizierte Strategie, welche die Öffentlichkeit von den immensen Vermögensbildungen fernhalten soll. Mit Fussball binde man ideologisch über 50% einer Bevölkerung, dies hätten eingehende Studien erwiesen. Mit Kunstmäzenatentum mache man das Bildungsbürgertum mund- und denktot. So und nicht anders bleibe die Kirche im Dorf. Verdient ein Vasalle 21Mio im Jahr, so ist das 0.25% vom Kuchen der Hof-Roches-Familien. Vasella lacht uns ja immer entgegen: "Konzerne wie die "unsrigen", können sich die Besten der Besten leisten und die kosten halt was!" Und noch einmal Signari: "Ein Blitzableiter ist zwar billiger als das Haus, aber er kostet trotzdem seinen Preis und Hausbesitzer zahlen diesen in der Regel anstandslos?"