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Der Mensch ist die Plazenta seiner Geschichte

Der Mensch kann sich noch so anstrengen, er schafft es höchstens an den Rand des anthropozentrischen Weltbildes, um dort am Abgrund des Kreises, auf einem Fuss stehend, in Richtung des Nichts zu schwanken. Er betreibt die Naturwissenschaften als Beobachter seiner selbst und seiner Umwelt. Der Mensch ist, indem er sich und seine Umwelt denkt. Tot wird er sein, wenn sein Denken erlischt. Das Nichts ist wahrscheinlich nichts weiter als das Nicht(mehr)denken des Menschen.

Der Tintenklecks im Reinheft der Kreativisten, Charles Darwin, hat uns Unbelehrbare gelehrt, dass lebende Organismen, Arten also, versuchen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu überleben. Sie entwickeln die Fähigkeit sich anzupassen. Durch natürliche Auslese überlebt letztlich nur, was sich irgendwie bewährt. Ob dieser Prozess nun von einer Spezies durchbrochen werden kann, die bewusst selber Hand anlegt, ist wahrscheinlich die zentrale Frage die sich ein Überprimat wie der Mensch stellen muss. Der Mythos durch die téchne zu überleben hat den Menschen in die Poolposition gebracht. Da steht er nun der Mensch - mit ein paar Messern im Rücken und dem Kopf zur Wand. Schon die Fabeln des Äsop verraten uns, dass nicht immer der Starke überlebt, sondern auch mal der Schlaue. Nun könnte es aber sein, dass zu viele Schlaue auch wieder zu einem Problem werden, da diese an ihrer eigenen Intelligenz verblöden. So sagt zum Beispiel in diesen Tagen der bayrische Wirtschaftsminister angesichts der Klimadebatte: “Es kann doch nicht sein, dass die Deutschen wegen dem angeschlagenen Klima zu einem Volk von Kleinwagenfahrern werden sollen!“ Man muss sich das einmal vorstellen, ein Volk von Kleinwagenfahrern. Eine Spezies, die sich durch Prothesen definiert, rudert eh am Abgrund des Erträglichen und hat im Grunde auch das Recht, Kleinwagen zu fahren verwirkt. Käme der Spruch von einem Dossi (=deutscher Ossi/ nach der EU Osterweiterung), so könnte man psychologisierend ein Auge zukneifen und sagen, der Trottel hat ein Trabitrauma.

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