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Bolar proklamiert den

internationalen Tag des Hasen

unreiner Feldhase von Albrecht Dürer

Weltweite Empörung über Bolar-Rede

Bericht von Elo Batam

Präsident Bolar behauptet in seiner Rede der Woche, der Hase sei wie die Schwulen und Lesben, ein Opfer der Bibel geworden. Der Herr habe Moses und Aaron weisgemacht, der Hase sei ein unreiner Wiederkäuer. Nicht dass die Bibelschreiber den Hasen zum Wiederkäuer machten sei der Skandal, nein, dass die Verfasser der Bibel die Dreistheit hatten, ihre Texte als von Gott eingeflösst auszugeben, als ob Gott so blöd wäre, die Bauart seiner eigenen Kreatur dermassen krass zu verfehlen. Heute lande man mit solcher Berichterstattung, gelinde gesagt, im Tollhaus. Ein Tropfen Motorenöl in einen Tank voll Trinkwasser sei eben ein Tropfen zu viel. Wer indes behaupte, die Biblizisten seien Wiederkäuer des Bibeltextes und hätten zwar keine durchgespaltenen Klauen, man solle jedoch den Umgang mit ihnen meiden, da sie unsauber seien, das könne er schon eher nachvollziehen. Mit unsauber meine er deren Argumentation und nicht deren Fleisch, er heisse Bolar und nicht Bokassa. Zum Gedenken an all das Elend, das die Bibel über die Menschen gebracht habe, proklamiere er den heutigen Tag zum Tag des Hasen.

Die Bolarrede war eine äusserst gehässige Reaktion auf einen in TV Berena ausgestrahlten Bericht über sogenannte Schwulentherapie durch evangelische Fundamentalisten in Amerika, darunter Umpolungsguru Joseph Nicolosi und der Kalifornier Andy Comiskey und seine Jünger, welche mit bizarren Methoden religiöse Schwule und Lesben von ihrer "Verfehlung" zu befreien vorgeben.

Der Nuntius von Berena habe umgehend die Residenz Richtung Rom verlassen. Die Fensterläden seien geschlossen, wurde berichtet. Beim Auswärtigen Amt sei jedoch keine spezielle Note bezüglich dem Grund eingegangen .

3te Buch Moses

Kapitel 11

Gesetz über reine und unreine Tiere

Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach zu ihnen: Redet mit den Israeliten und sprecht: Dies sind die Tiere, die ihr essen dürft unter allen Tieren auf dem Lande. Alles, was gespaltene Klauen hat, ganz durchgespalten, und wiederkäut unter den Tieren, das dürft ihr essen. Nur diese dürft ihr nicht essen von dem, was wiederkäut und gespaltene Klauen hat: das Kamel, denn es ist zwar ein Wiederkäuer, hat aber keine durchgespaltenen Klauen, darum soll es euch unrein sein; den Klippdachs, denn er ist zwar ein Wiederkäuer, hat aber keine durchgespaltenen Klauen; darum soll er euch unrein sein; den Hasen, denn er ist auch ein Wiederkäuer, hat aber keine durchgespaltenen Klauen; darum soll er euch unrein sein; das Schwein, denn es hat wohl durchgespaltene Klauen, ist aber kein Wiederkäuer; darum soll es euch unrein sein. Vom Fleisch dieser Tiere dürft ihr weder essen noch ihr Aas anrühren; denn sie sind euch unrein.

Hasen sind Pflanzenfresser, sie ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Blättern und Blüten. Sie sind keine Wiederkäuer, wie oft mit Bezug auf die Bibel behauptet wird. Vielmehr zeigen sie ein Verhalten bekannt als Koprophagie. Außer einem normalen festen Kot, erzeugen sie im Blinddarm einen vitaminhaltigeren weicheren Kot, der sofort nach der Ablage aufgenommen und geschluckt wird. Dieser wird in der Cardiaregion des Magens gesammelt und nochmals verdaut. Ein Teil der Nahrung passiert auf diese Art und Weise zweimal das Verdauungssystem und wird besser aufgeschlossen. Es handelt sich nicht um Wiederkäuen, da die nochmalige mechanische Zerkleinerung bzw. Durchmischung keine Rolle spielt, sondern lediglich die Aufnahme der im Darm gebildeten Vitamine.

Quelle: Wikipedia

Der Sehnaher Biologe Dr. Manfred Salzer geht davon aus, dass die Autoren der Bibel dieses Verhalten durchaus beobachtet haben und aus der Tatsache, dass der Hase seinen eigenen Kot schluckt, eine Faustregel ableiteten. Vulgär ausgedrückt: "Wer Scheisse frisst, ist eine Sau", wobei gerade die Sau ihre Exkremente nicht fresse. Fatal ist für Salzer auch die biblische Form des Vortrags als Gotteswort. Man habe offenbar einfach Bauernregeln in göttliche Verse gekleidet, um dem ganzen einen imperativen Sound zu verpassen. Es komme ihm ein wenig vor, wie die Beschreibung des Menschen durch Montaigne, dessen "être ondoyant" von nichts das Ganze sehe, sondern nur Teilansichten orte, die er dann beliebig zusammensetze. Dadurch mache er sein beschränktes Fassungsvermögen zum Massstab aller Dinge. Das führe dazu, dass bei tausend Fragen "das Für und Wider" gleichermassen falsch ausfalle. Umgemünzt auf die Problematik der Homosexualität ein fataler Irrtum, dem sogar Professoren wie Dr. Ratzinger anheimfielen.