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3.8.2012

Das letzte AKW der Republik geht vom Netz

Hochbrisanter AKW Sicherheitsbericht des SND

Enza Borlier

Seit dem publik werden des Sicherheitsberichtes, welcher der Chefstratege des Inlandgeheimdienstes Loreant Beauvis in Auftrag gegeben hatte, ist die Energiewirtschaft der Republik aus den Fugen geraten. Der Bericht soll von einem Geheimdienstmitarbeiter auf Wikileaks hochgeladen worden sein. In dem Bericht werden mögliche Szenarien terroristischer Angriffe gegen nukleare Anlagen und deren Systemumgebungen analysiert. Schwerpunkte sind Angriffe aus der Luft, vom Boden, als auch Angriffe elektronischer Natur.

Ein AKW - und das steht bereits in der Einleitung des Berichts - ist nicht eine grosse Maschine mit der man Strom herstellt. Ein AKW ist ein hochkomplexes System, zusammengesetzt aus unzähligen Subsystemen. Eine Risikoanalyse dürfe sich nie nur auf einzelne Mängel beziehen, wie etwa Risse im Containment oder am Druckbehälter, sondern müsse immer eine ganzheitliche Sicht gewähren.

Das Szenario geht von sogenannten High-End -Terroristen aus, welche wie z.B. im Falle der Kommandos von 9/11 die Materie beherrschten, also vom Fach seien. Im weiteren werden in der Studie psychologische Szenarien vorgestellt, in welchen die Angreifer gezielt Chaos, Angst- und Fluchtreflexe sowie Irreführung des "Feindes" einsetzten und ausnützten. Das Fazit der Studie ist: Ein AKW kann nicht gegen High-End-Terror gesichert werden und eine optimale Sicherheit käme jedem Betreiber zu teuer. Eine Antiterror-Einheit von ca. 50 Elitesoldaten rund um die Uhr sowie Boden-Luftabwehrraketen sind Teil entsprechender Sicherheitsmassnahmen. Gegen Boden-Luftabwehrraketen spreche z.B.: Solche Systeme würden nie den Nachhalt in einer Bevölkerung finden, da ein irrtümlicher Einsatz ebenso wahrscheinlich, wenn nicht noch wahrscheinlicher sei als ein echter Ernstfall. Man wisse aus der Anthrax-Bekämpfung, dass die Laboratorien, welche man weltweit als Anthrax-Analysestationen eingerichtet habe und welche mit echten Stämmen laborieren müssten, das grösste Sicherheitsrisiko darstellten, wie der Fall in den USA gezeigt hatte. Ein nie auszublendendes Gefahrenszenario seien immer und überall Leute aus dem eigenen Systemumfeld. Systeme, welche eine sehr niedrige Fehlerfreundlichkeit aufwiesen, seien Systeme, welche nur mit technologiegläubigem Personal und nicht mit kritischen Geistern betrieben werden könne. Da der Kontrollraum eines AKW nicht aussehe wie etwa ein Dschungel voller Giftschlangen, fühlten sich die Operateure sicher und bei Normalbetrieb komme kein bewusster Stress auf. Das heisse aber nicht, dass dieser Stress nicht vorhanden sei. In Erstfällen komme es dann oft zu unkontrollierbaren Fehlhandlungen. Normale Ausfälle würden in der Tat nur in seltenen Fällen zu kombinierten Störungen führen. Wenn eine Pumpe ausfällt, kommt sofort die Ersatzpumpe zum Einsatz usw. Solche Störungen werden als sogenannte IF-THEN Störungen vorgestellt. Katastrophen wie diese von Überlingen sind jedoch auf eine Verkettung von unglücklichen Umständen zurückzuführen und sie dürften im Grunde nicht vorkommen. Weder darf ein hochmodernes Schiff wie die Costa Concordia sinken, noch darf ein 9/11 möglich sein. Wer also glaubt, z.B. ein AKW sei sicherer, was den komplexen Systemcrash anbelangt, der sei hochgradig blauäugig, so die Studie. Kein Militärstratege dürfe sich eine solche Blauäugigkeit leisten. Krieg in Friedenszeiten sei leider der Wirtschaftskrieg und die Niederlagen würden nicht auf dem Schlachtfeld eingefahren sondern in den Bilanzen der Konzerne, bedauern die Strategen. Niederlagen sind finanzielle Einbussen, sie sind die offenen Wunden des Friedens. Energiemangel werde in dieser "Kriegsrhetorik" direkt mit Arbeitslosigkeit gepaart und zeitige beim Bürger den entsprechenden Reflex. Das hochproblematische an dieser Ausgangslage sei, dass zwei Lebensbedrohungen im Raume stünden. Einerseits die Angst vor der Stromlücke und dem Verlust der Existenz, welche in einem kapitalistischen System als absolute Lebensnotwendigkeit aufgefasst werde, andererseits eine wahrscheinliche Bedrohung, welche zwar Langzeitschäden von unerhörtem Ausmass mit sich brächten, aber irgendwie weiter weg gedacht würden. Im Lager der Befürworter seien zudem alle religiösen Fundamentalisten, welche die AKWs zusammen mit dem lieben Gott betrieben zu finden, anstelle von Boden-Luftabwehrraketen setzten diese Schutzengel ein, meint der Bericht sarkastisch.

In der Studie wurden unzählige Leute befragt, welche mit dem AKW als Zulieferer, Leistungserbringer etc. zu tun hatten. Eine Vielzahl von Firmen seien involviert, von welchen ein AKW abhängig sei. Das wohl brisanteste Detail des Berichts ist aber der Einsatz einer Sondereinheit des Geheimdienstes, welche mit Hilfe zweier Informatiker, Leistungserbringer des AKW Berena, die Zugang zum Kontrollgebäude hatten und die eine ansehnliche Menge Semtex ins Herz der Anlage schmuggeln konnten. Der Sprengstoff war offensichtlich extrem hermetisch verpackt, so dass die Spürhunde ihn nicht ausmachen konnten. Ein Spürhund ist in der Lage schon eine Menge von 0,000000000001g zu riechen. Die Hundeführer seien aber gar nicht anwesend gewesen, da auf Patrouille, wie die Leitung des AKWs später angab.

Die Hauptszenarien in dem Bericht gehen jedoch von modern ausgerüsteten Selbstmord-Terroreinheiten, in dem Bericht "Kommando Tsunami", aus. Die Tatsache, dass der Selbstmord solcher "Krieger" Teil des Einsatzes ist, macht eine Gegenwehr fast unmöglich. Sie würden beim Sturm der Anlage alles umbringen was sich bewegt, um ans Ziel zu kommen. Utoya zeigt, was ein Einziger anrichten kann. In einem solchen Team befinden sich mindestens zwei Topspezialisten, welche die Reaktoren sowie die Sekundärsysteme genau kennen. Ziel von Tsunami ist die Herbeiführung einer Kernschmelze. Wenn möglich am laufenden Reaktor, aber mindestens dadurch, dass die Nachzerfallswärme nicht abgekühlt werde. Durch die Nachzerfallswärme können bei vollständigem Ausfall der Kühlung Schäden am Reaktor bis hin zur Kernschmelze eintreten. Deshalb benötigen auch Leichtwasserreaktoren geeignete Notkühlsysteme. Gesprengt würden systematisch elektrische Zuleitungen, zentrale Computeranlagen, Pumpanlagen usw. Um eine solche Einheit zurückzuschlagen bedarf es laut Bericht einer 50 Mann Spezialeinheit, welche in Schichtbetrieb rund um die Uhr ihren Dienst tut. Anlagen, die jedoch über eine solche Einheit verfügen würde, könnten immer noch aus der Luft zerstört werden. Hierzu geht man von einem Kamikaze-Angriff aus. Szenario: Vollgetankte Verkehrsmaschine wird als Bombe eingesetzt. Ein vollgetankter Jet ist eine ungeheure Brandbombe. Nicht der Betonmantel des Reaktors ist das Ziel, sondern die Kontrollzentrale. Das Szenario geht auch von kombinierten Einsätzen aus. Flugzeug, Raketenbeschuss, Sprengung der Transformatorenanlagen, Hochspannungsleitungen für den Betriebsstrom, Sprengung der Wasserzuleitungen bei AKW an Flussläufen, ausnützen der Panik, um gezielt vorzugehen. Alles in allem ein vernichtender Bericht. Laut der Strategen ein hochwahrscheinliches Szenario, welches aus der internationalen Bedrohungslage hervorgehe. Als man die Berechnungen, Risikoanalysen gemacht habe, sei man allenfalls von einem Flugzeugabsturz auf das Containment ausgegangen. Seit Fukushima wisse man aber, dass die Sekundärsysteme viel anfälliger seien. Erwähnt wird noch, dass der Betrieb eines AKW im Kriegsfall unmöglich sei und dass eine solche Energieversorgung jeglicher Ernstfallversorgung widerspreche. Weiter werden komplexe Virenangriffe auf die Computeranlagen beschrieben, auf die wir hier nicht weiter eingehen möchten, da zu theoretisch.

Die Tatsache, dass dieser Bericht Präsident Bolar vorenthalten wurde, veranlasste diesen das letzte AKW, den Meiler Berena I und II, bis auf unbestimmte Zeit vom Netz zu nehmen und die Bundestaatsanwaltschaft einzuschalten. Man geht davon aus, dass das AKW nie mehr ans Netz gehen wird. Der Parteisekretär der GPS schliesst eine erneute Initiative nicht aus. Für die nächste Woche sind Demonstrationen angesagt. Dass der Bericht international Folgen haben wird, ist anzunehmen. Er zeigt einmal mehr die Verlogenheit, beziehungsweise Verschwiegenheit der Atomlobby.