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12.01.2019

Fake News

Die Republik Sehnah existiert nicht


Curd Andrea Sauerberg

Man stelle sich vor, die NZZ würde schreiben. “La suisse n’existe pas“ und es folgte ein Artikel über einen gewissen Wilhelm Tell, seines Zeichens Künstler - sein Kunstwerk eine reale Fiktion, die Schweiz.

Eine reale Fiktion verbindet Realität wie eine Möbiusschleife mit ihrer Rückseite, der Fiktion. Die Fiktion ist aber nun nicht einfach Fantasy, sondern hält sich nahe an die Spielregeln der Realität, ist demnach eine mögliche Realität im Nicht-Wahren.

Die Erfinder solcher Unwahrheiten waren immer schon Künstler. Oft haben sie Werke vorgelegt wie etwa der Engländer Thomas Morus, der seine Sozialutopie „Utopia“, auf eine Insel wie die unsere verlegte. Nur, dass Sehnah leider keine ideale Gesellschaft, noch eine Utopie beherbergt, sondern eine reale. Die Wahrheit ist eben banal, darum interessiert sich keiner dafür, hat K.C. Broom einmal gesagt.


Nun stehen wir vor einem grossen Problem. Gerade weil unsere Insel so plausibel gewöhnlich ist, wird sie nicht als Kunstwerk enttarnt. Ja niemand glaubt, dass sie nicht existiert. Und weil unsere Zeitung die einzige weltweit ist, welche deklariert lügt, kauft man uns unsere Behauptung auch nicht ab.

Wir verzweifeln förmlich an unserer eigenen Erfindung.

Deshalb behaupten wir hier:

SEHNAH existiert, habt ihr Dummköpfe von Abonnenten das endlich kapiert. Das ist keine Fake NEWS, es gibt gar keine Fake NEW‘s auf der Welt und schon gar nicht in einer Zeitung die per se immer lügt. Man muss einfach die Aussage umkehren und das Resultat wieder umkehren und diesen Vorgang wiederholen bis in alle Endlichkeit…, dann kommt man sofort zum Ziel. Wie der Zenbuddhi sagt: Das Ziel ist weg!

Es existieren gar keine Leser. Es existiert auch kein Text! Es existiert nur jemand, der sinnlos Wörter aneinander reiht, lieber Roland Barthes. Und Du bist ja bereits 1980 gestorben, ergo gibt es dich als Autoren eh schon lange nicht mehr. Doch hat es dich je gegeben? Sind deine Bücher nicht von einem gewissen Derrida verfasst worden? Wer weiss? Aber Du hast es ja gar nicht so gemeint, wie es verstanden wird, von all denen die es falsch verstehen. Der Autor ist tot, weil er nie existiert hat, denn die Leser haben das gelesen, was sie lesen wollten in deinen Texten. So gesehen ist eben nur der Leser existent. Zumindest im Leser selber. Es gibt demnach weder den Autor, noch den Leser, es gibt nur den Autisten, der aus deinen Buchstaben seine eigene Suppe kocht, denn denken ist kochen, das weiss niemand besser als die Grande Dame der Schweizer Küche, Betty Bossy .

Liebe Autisten von Berenanews: Wir laden Sie gerne ein in das intersubjektive Sitzungszimmer Habermass (2.Stock, Raum 105) in unser Redaktionsgebäude am Holzhammerweg 5 in Berena.