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27. März. 2008

Olympia in der Mördergrube

Bolar: Das Schweigen des IOC komme ihm vor wie das Schweigen der Lämmer

Den Menschen in gelber Kleidung wird hier vor einem Sportereignis ihr Todesurteil öffentlich verkündet. Dann werden sie ausserhalb des Stadions sofort erschossen.

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Bolar ruft Sportler zur Demonstration auf

„Wir werden an die Spiele gehen und uns der Wahrheit stellen, eine Demonstration ist besser als ein Boykott. Unsere Sportler sind angehalten während des Einmarsches in das Stadion, symbolisch schwarze Augenbinden zu tragen.“ Bolar ruft die Sportler aller Welt auf, es den Sehnahern gleich zu tun.

Zwischen 1990 und 2002 haben Gerichte 34 613 Todesurteile gesprochen, mehr als 22'000 wurden nach Angaben von Amnesty International vollstreckt. Experten glauben, dass selbst diese ungeheuren Zahlen geschönt sind, so zum Beispiel der Pekinger Strafrechtsprofessor Chen Xingliang. Nach anonymen Angaben eines Insiders der Kommunistischen Partei (KP) hat China seit 1998 pro Jahr sogar 15 000 Menschen exekutiert. 15 000 Kugeln in 15 000 Hinterköpfe. Nicht wenige dieser Hinrichtungen wurden in Sportstadien vollstreckt.

Bolar beschuldigt die Chinesen sich die olympischen Spiele mit scheinheiligen Versprechen erkauft zu haben. Er erinnert daran, dass er die übrige Welt damals gewarnt hatte, den ohnehin zusehends in einem schiefen Licht sich präsentierenden Sport ein weiteres Mal leichtfertig wirtschaftlichen Interessen zu opfern. Das Schweigen des IOC komme ihm vor wie das Schweigen der Lämmer. Es sei dies erbärmlich und den mutigen Athleten aus aller Welt gegenüber zutiefst entwürdigend.

In der Folge erläuterte Bolar die Tibetfrage erneut.

Die Umwelt in Tibet werde gnadenlos geschädigt, die Menschenrechte mit Füssen getreten. Entwicklung komme nur den angesiedelten Chinesen zu gute, die Tibeter selber hätten ein kümmerliches Dasein am Rande der chinesischen Wirtschaftsmaschine zu fristen. Leider hätten im Westen die kalten Krieger von einst längst die Seiten gewechselt, dies zeige, dass es ihnen schon damals nicht um die Menschenrechte gegangen sei.