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Lea und Jo, beide sind froh

Mein Gott Ackermann

Gerade mal ein Jahr ist es her, dass der Deutsche Bank Chef Ackermann 6400 Stellen gestrichen hat. Mit geschwellter Brust gibt er Erfolgsmeldung um Erfolgsmeldung zum Besten. Das Geldinstitut verdoppelt seinen Gewinn. In Korinther 14,34/35 schreibt Paulus: “... sollen die Frauen in den Versammlungen schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz es sagt. Wollen sie aber Auskunft über etwas, so mögen sie zu Hause ihre Männer fragen; denn es steht der Frau nicht gut an, in der Versammlung zu reden”. Nun weiss Benedikt XVI, geborener Ratzinger vermutlich ganz genau, wie kastriert die katholische Kirche ohne ihr weibliches Personal wäre. Eine davon ist Schwester Lea Ackermann, die 1998 die Auszeichnung ‘Frau Europas’ erhielt. Dr. Ackermann, 1937 im saarländischen Völklingen geboren, trat mit Anfang 20 in den Missionsorden der sogenannten ‘Weißen Schwestern’ ein. 1985 gründete sie in Kenia den Verein Solwodi (Solidarity with Women in Distress)(4) - eine NGO, die mittlerweile Tausenden von Frauen in Zwangsprostitution geholfen hat. Was hat das alles mit dem lieben Gott zu tun fragt sich der Sehnaher Leser und natürlich auch die Sehnaher Leserin, welche ja selber lesen darf und nicht ihren Mann nach dem Inhalt seiner täglichen Lektüre zu fragen hat. Ähnliche Verhältnisse also, wie wir sie zu Hause beim iranischen Präsidenten antreffen, dessen Frau, wie er öffentlich sagte, auch alleine im Internet surfen dürfe. Was also hat das alles mit dem lieben Gott zu tun. Die DNA von Lea ist der von Jo, bis auf ein paar Zerquetschte, wie der Banker zu sagen pflegt, identisch. Wird man den entzifferten Genen des Menschen ihre Funktionen je genau ansehen können? Vielleicht wird man eines Tages das gut-Gen und das böse-Gen heraus forschen. Sicher

ist aber doch schon heute, dass Gott für jeden bösen Ackermann auch einen guten geschaffen hat oder sehen wir das falsch? Da ist doch im Grunde alles im Lot. So gibt es denn zusehends zu jedem Jobholder auch einen entsprechenden Joblooser, göttliche Gerechtigkeit nennt man das und diese setzt sich weltweit, global sozusagen zunehmend durch. Vollbeschäftigung(?) - welch ein Frevel, reine Blasphemie, ein Ungleichgewicht des Schreckens, ja gar Kommunismus. Und um diese göttliche Gerechtigkeit durchzusetzen, bedarf Gott Jo’s und den seinen. Ratzinger indes, welcher alleine an der Spitze auszuharren hat, der CEO Gottes quasi, darf keinen neben sich dulden, erst recht kein Weib, dies sei hier an dieser Stelle noch einmal hervorgehoben, muss also, dem Amte ultima ratio inne, gut und böse in einer Person eigens verkörpern. Da hilft kein Co-Ratzi, da muss er unisono ganz einfach durch. Ningung Problema para el Compagñero Ratzi: Gilt er doch als Hauptautor des 1992 veröffentlichten neuen Weltkatechismus. “Dieses Dokument spiegelte denn auch Ratzingers Maxime, dass schon eine zaghafte Liberalisierung die Fundamente des Katholizismus gefährdet: (Es handelt) von der restriktiven Sexualmoral über die Billigung der Todesstrafe bis zu einem archaischen Sündenregister”. Mehr noch als der alte Papst steht Ratzinger für eine hierarchische, erzkonservative Kirche von Oben, die an ihren Dogmen nicht rütteln lässt. Mein Gott Ratzinger, könnte man auch sagen.

Witz des Tages:

Ob wir in den Himmel kommen das weiss ich nicht mein Sohn, seit wir das Ozonloch haben, sind jedoch die Chancen gestiegen.