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endlich ein rechtes Dach überm Kopf

rudi schär

photoarbeit von rudi schär

Erneuter Auktionsrekord

Erneuter Rekord im Kunstmarkt. Erstmals wurde für eine Fotoarbeit eines lebenden Künstlers 1,375 Mio HUS geboten. Bei Bertram und Söhne wurde am Samstag in Berena bei einer Auktion für Gegenwartskunst erstmals für eine Fotoarbeit eines lebenden Künstlers über eine Million Euro geboten. Die Arbeit des Sehnah-Schweizers Rudi Schär, mit dem Titel “endlich ein rechtes Dach überm Kopf“, zeigt über dem Kuppeldach des Schweizer Parlamentsgebäudes ein Satteldach aus Stoff. Man munkelt, die Herstellung der Aufnahme, Gerüste, Material, Arbeiten, habe mehr gekostet als der Erlös aus dem Werk. Das Werk ist jedoch in einer Auflage von 3/3 Abzügen zu haben. Ob der Rekord gehalten werden kann, wird sich zeigen. Schär hat über 7 Jahre mit der Eidgenossenschaft verhandelt, um das Projekt realisieren zu können. Geschlagen wird er in dieser Hinsicht nur von Christo und Jean-Claude, welche weit länger um die Verpackung des Reichstags gerungen haben.

Was denn die Botschaft des Werkes sei, wurde Schär in einem Interview gefragt. Schär betonte, dass sein ex-Heimatland international bedeutende Architekten hervorgebracht habe. Dass er aber immer, wenn er für kurze Zeit in der Schweiz weile, bemerke, dass einige seiner Landsleute ein schweres Satteldach auf dem Kopf trügen. Das rechtwinklige Satteldach sei für ihn die Metapher für Bünzlitum und Biedermännerei. Und wenn es kein Satteldach sei, dann sei es ein ganz flaches Flachdach, das nicht ganz dicht sei. Sein Werk richte sich gegen Spießigkeit und Doppelmoral. Ob Schär je wieder mit dem Entgegenkommen der CH-Behörden rechnen kann, wird nach dieser Aussage bezweifelt. Auf der anderen Seite muss man wissen, dass rechtsbürgerliche Kreise Schär schon oft ähnlich attackiert haben. Wort wörtlich, so Schär, habe er den Ausspruch, er sei nicht ganz dicht, oder nicht geputzt usw. an eigenem Leibe erfahren müssen. Auf diese Kreise sei sein Spruch und letztlich auch sein Werk gemünzt.

Der Käufer des Werks wurde von Bertram und Söhne nicht bekannt gegeben. Unter der Hand wurde jedoch ein japanischer Radiergummihersteller gehandelt.