<font size="1" color="#cc3a1e">Beispiel: Uhrzeit anzeigen</font>

17. Januar 2015

Präsident Rowland Bolar tot!

Nachruf


Andrea Curd Sauerberg (s. auch Komentar zur Bolarrede vom 16.1.2015)



Der Präsident der Republik Sehnah erlag in der Nacht vom 15. zum 16. Januar 2015 einem Herzschlag.

Mit Rowland Bolar hat uns ein aussergewöhnlicher Mensch und Staatsmann verlassen.

"Bolar war ein Politiker, der die Möglichkeiten zu nutzen wusste, die ihm seine Zeit bot. Ein Politiker, der sich gegen seine Zeit stemmt, wird niemals bedeutend. Bedeutend wird ein Politiker nur, wenn er in seiner Zeit die Kräfte findet, die seine eigenen Ziele fördern", sagt K.C. Broom, der mit dem Präsidenten befreundet war.

Bolar machte sich zum Sprecher der Kritik gegen den Vietnamkrieg in der Studentenbewegung von Sehnah. Er vertrat die Interessen kleiner Länder und als Vorsitzender einer nach ihm benannten Kommission bemühte er sich im Auftrag der Vereinten Nationen um Abrüstung und Sicherheit in der Welt des Kalten Krieges, Seite an Seite mit dem ermordeten schwedischen Ministerpräsidenten Olaf Palme.

Trotz dieser Berühmtheit im Ausland war Bolar in seinem Heimatland Vielen ein Rätsel. Trotz grossbürgerlicher Herkunft, sein Vater besass die bedeutenden Bolar Industries und die Reederei "Bolar & Sons", stellte er sich oft queer und erbte die Unternehmungen nur deshalb, weil sein Vater kurz vor den Enterbungsabsichten des unbeugsamen Sohnes ebenfalls einem Herzschlag erlag.

Messerscharfe Intelligenz und Sprachkenntnisse führten dazu, dass die Studentenvereinigung der Berenaer Universität, an der er Politologie und Geschichte studierte, Bolar Ende der sechzigerjahre zum Internationalen Sekretär machte. „In dieser Zeit entwickelt sich bereits sehr viel der Dritte-Welt-Politik, die später in Bolars internationalem Engagement wiederkehrt. Interessant ist, dass Bolar diese Fragen nach der Studentenzeit erst einmal beiseite legt und sich in die Innenpolitik begibt. Es dauert mehr als zehn Jahre, bis er mit einer sehr durchdachten Kritik am Einmarsch der USA in Vietnam auf der internationalen Bühne auftaucht.“ Die Fähigkeit, sich zu wichtigen Themen eine gründliche Meinung zu bilden, das Thema aber erst zu lancieren, wenn die Zeit reif ist, sei charakteristisch für Bolar gewesen. Mit ihm gehe eine Ära der Politik zu Ende die grosse Profile wie Willy Brandt und Olaf Palme hervorgebracht hätte. Im derzeitigen Papst dürfe man hoffen, dass etwas von den beiden Staatsmännern in die Gegenwart hieneingetragen werde, äussert sich K.C. Broom.

Im Namen der Redaktion überbringe ich hiermit dem Freund und Wegbegleiter, sowie den Angehörigen von Rowland Bolar, unsere herzliche Anteilnahme. Wir sind alle zutiefst betroffen, Bolar wird uns fehlen!

.