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25. August 2009

Die Verschwörung the Conspiracy

„L’été meurtrier“.

Anna Felizitas Grazi

In der Kunsthalle Bern findet zur Zeit eine Ausstellung mit dem Namen Conspiracy/Verschwörung statt. Eine Verschwörung ist eine heimliche Verbündung, die der Durchführung eines Plans dient mit entweder (a) selbstsüchtiger verwerflicher Zielsetzung zum Schaden anderer oder (b) zwecks Beseitigung von – tatsächlichen oder vermeintlichen – Missständen.

Gleich in der Vorhalle, leicht links, ein riesiger Metallrahmen. Der hochgefahrene Warenlift versperrt die Sicht auf einige Bilder. Aha denke ich mir, da wird etwas verdeckt gehalten. Ich inspiziere das Ganze und schiele auf die Bilder hinter dem Ungetüm. Dann betrete ich die anderen Räume. Der Parkettboden knarrt, ja schreit förmlich unter meinen Füssen auf. War das immer schon so? Haben die den ganzen Boden herausgenommen und zum Knarren gebracht? Hans Haacke und “Bodenlos“ geht mir durch den Kopf. Aber nirgends finde ich Anhaltspunkte für ein Kunstwerk oder ein Kunstwollen. Hat der Boden wirklich immer schon so geknarrt? Ich sehe einen Tisch voller immergleicher Taschenbücher. Bradburys Fahrenheit 451. Na, das ist schon etwas. Ich komme zurück in den Vorsaal. Der Lift ist weg. Da wo er vorhin noch war, ist nun nur noch Fussboden. Erst jetzt sehe ich so richtig die auf dem Parkett ausufernde Skulptur. War es ein Novilonteppich, der sich da quer durch den Raum ergoss? Darauf einige uninteressante Holzskulpturen. Auch hatte es Bilder an allen Wänden. Ich werde schon noch dahinter kommen, was das alles soll. Man müsste nun zu lesen beginnen. Ich gehe zum “Altar“ und schmökere ein wenig. Die Wasserfall Photos von Giro Annen. Das war der Wasserfall von gegeben sei: 1. Der Wasserfall, 2. das Leuchtgas. Na ja, gegeben seien nunmehr auf jeden Fall viele viele Wasserfälle.

Ich verlasse die einst so bedeutsame Kunsthalle Bern und frage mich: Gibt es denn heute noch Verschwörungen in der Kunst?

Von den vielen vielen Wasserfällen komme ich im Gedankensprung auf die vielen vielen bunten Smarties. Es ist endlich doch noch Sommer geworden in der Schweiz und es ist heiss auf dem Asphalt der Kirchenfeldbrücke. Aha, da war doch der sagenhafte Po der Isabelle Adjani in „L’été meurtrier“. Dieser Jupe mit den farbigen Tupfen. Und dann der Hinweis auf das Fahrrad-Rad von Duchamp. Man muss sich ganz genau erinnern. Diese Tupfen, dieser Hintern, dieses Fahrrad-Rad. Wo haben sie sich getroffen? In welchem Verlies, unter welchem Wasserfall? Wo haben sie diese erotische Verschwörung ausgeheckt, die Illuminaten Armleder, Polke, Zeniuk, Schär, Hirst, und Förg oder wie sie alle noch heissen mögen.

Das wird wohl immer im Dunkel bleiben, es sei denn das Knarren des Fussbodens der Kunsthalle Bern lasse auf einen Hohlraum schliessen………………




Einen pingeligen Menschen nennen die Schweizer einen "Tüpflisch(e)isser"

Polke

Zeniuk

Hirst

Hirst

Armleder

Hirst LSD

Armleder

Rudi Schär

Zeniuk

Förg (Twombly Smarties)

Förg

yayoi kusama

yayoi kusama

Kuno Gonschior Kuno Gonschior

Verschwörungen dieser Art sind jedoch seit der Steinzeit bekannt

Hier eine Mnemosyne von Dr. Walter Affolter einem Freund von Abi Warburg