Bolar-Rede Peking

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25. April. 2008

Ingold Airlines weiterhin wetterfest!

Photo: Christian Studer Berenapress

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Das Ingoldianum, ein halbes Jahrhundert Luftfahrtgeschichte,

ein Flug zur besten aller Welten.

a.f.grazi

Es ist etwas leiser geworden das Grossmaul Berlusconi. Noch vor kurzem hat er verkündet, er würde alles tun, um die Alitalia vor der Schmach des Groundings zu retten. Er brachte sogar seinen Nachwuchs ins Spiel, der dem Stolz der Nation aus der misslichen Situation helfen sollte. Aber wer will schon aus Euro Lire machen, die Berlusconis? Nicht doch, - so läuft denn das Flagschiff des Südens langsam aber sicher auf Grund. Fragen wir den Luftfahrt Experten und Exilitaliener Lauro Emendis nach den Gründen der Misere so vermutet dieser, dass seine Landsleute ein Volk von Phobikern sei, nur so könne er sich die Wiederwahl Berlusconis erklären und Angstneurotiker hätten halt oft auch Flugängste. Eine Airline, wie auch ein Staatswesen könne man aber nur am Leben erhalten, indem man diese Ängste ablege und notfalls eine Kotztüte fasse.

Früher, vor 50 Jahren, griff man noch zur HB, einer Zigarettenmarke, um nicht in die Luft zu gehen. Heute verleiht Red Bull Flügel. Dem Rauchen macht man den Garaus so, dass keiner mehr so richtig mit Lust zur HB greift, oder sich gar mit geflügeltem Helm als Gauloisetyp outet. Eher nimmt man 10 Kilo zu, um so, vor lauter Gewicht, auch mit einer Überdosis Red Bull nicht mehr abheben zu können, frei nach dem Motto, ein fettes Herz ist bestimmt ein gutes Herz. Die Welt wird zunehmend besser. Das Negative weicht dem Positiven wie das Hornvieh dem Koberind. Hochglanzverpackung und Fernweh geben sich die Hand im narrativen Erbe einstiger Weltverbesserer, deren Nörgeleien zum Anlass genommen werden, um aus sich heraus sich selber zu finden, auf höherer Ebene als Gebrandeter unter Palmen sozusagen.

Was mit den Rosinenbombern im Nachkriegsdeutschland begann, war die Ontogenese der deutschen Wirtschaft, auch Wirtschaftswunder genannt, ein aufwärts Flug hin in eine bessere Zukunft, in die beste aller Welten, den globalen Kapitalismus. Nicht von ungefähr konnten beim Nachbarn, der unversehrten Schweiz, Unternehmen gedeihen wie etwa die Swissair, jene legendäre Nobelmarke der zivilen Luftfahrt. Aber auch kleinere schafften den Durchbruch wie etwa die Crossair und natürlich die Ingold Airlines. Überlebt haben den Einbruch, weitgehend verursacht durch Missmanagement und den 11. September, nur gerade mal Ingold Airlines. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass gut verankerte Familienunternehmen, geführt durch einen Patron, welcher sich noch der sozialen Marktwirtschaft verpflichtet fühlt, eher überleben, als diese kafkaesken Moloche und Geldvernichtungsanlagen der neoliberalen Weltwirtschaft, die in allen Ecken und Enden Löcher haben wie ein Salatsieb und eher einer Bananenrepublik ähneln als einem Unternehmen. Auch der Crossair ist es nicht gelungen zu überleben. Die Crossair existiert heute nur noch als WEB-Fiktion, als historische WEB-site ohne Flugzeuge, von der SAirGroup oder der Swissair existiert nur noch ein Scherbenhaufen. Der Phönix aus dieser Asche, die SWISS ist eher ein Kranich und macht sich ganz gut im Markt. Hinter vorgehaltener Hand munkelt man, dass die Flirt- und Gehhilfen der Ingold Airlines beim Lufthansadeal zum Einsatz gekommen seien.

Bärbel Schäfer Jubiläumsfeier in der Bundeskunsthalle Bonn

Vor 50 Jahren wurden die Ingold Airlines gegründet und 2008 feierte das Unternehmen in der Bundeskunsthalle in Bonn dieses Ereignis. Auch anderen Ortes wurde dem Unternehmen der notwendige Respekt gezollt. So etwa in Ingolstadt der zweitgrössten Stadt Bayerns auf der Airbase Manching.

Die Ingolstädter Rede

Rede zu Ehren 50 Jahre Ingold Airlines, gehalten am Flughafen Ingolstadt Manching von einem bekannten Lokalpolitiker und Anhänger der zivilen Luftfahrt:

Heute, meine Damen und Herren, fliegen Sie in 10 Minuten wie sie wissen und morgen sind Ihre Bahnhöfe Flughäfen und Ihre Städte das Land dazwischen, wenn Sie verstehen was ich meine. Nicht von Ungefähr, meine Damen und Herren, habe ich Ihre Stadt, Ingolstadt für meine Rede ausgewählt. Die erste schriftliche Erwähnung Ingolstadts findet sich in der Reichsteilungsurkunde Karls des Großen, der „Divisio Regnorum“ vom 6. Februar 806, als „villa Ingoldesstat“, der „Stätte des Ingold“, die sich schon in der Zeit der Agilolfinger entwickelt haben dürfte. Diese Herzöge hiessen Agilolfinger, weil sie einen agilolen Finger hatten, einen goldenen Daumen sozusagen. Wo später das d Ihrer Stadt hingekommen ist, das wissen die Götter. Man sagt schliesslich auch Goldfinger und nicht Golfinger. Sicher ist, dass nicht jedermann so leichtfertig mit einem so gewichtigen Buchstaben umging. Einer dieser Jedermänner war kein anderer als der 1992 verstorbene Seniorchef der Ingold Airlines, Hans Ingold, ein Agroflieger der ersten Stunde. Vor 50 Jahren hat er die Ingold Airlines gegründet. Vor 50 Jahren hat er in weiser Voraussicht geahnt, ja voraus gesehen was da auf die Menschheit zukommt und hat den Strassen, insbesondere den Autos schon damals misstraut. Der BMW für den kleinen Mann sah damals noch aus wie ein Kabinenroller, wie ein Flugzeug ohne Schwanz und Flügel. Bei einer Frontalkollision war die Fronttüre bei dem Isetta, so hiess das Vehikel, endgültig zu. Heute fährt jeder Dings-da einen BMW und Deutschland ist schon lange kein Volk von Kleinwagenfahrern mehr. Ingold hat die Verkehrsstaus vorausgeahnt, wo es noch kaum Strassen und Ferien gab. Da war Italien noch weit weg und die Züge randvoll mit Gastarbeitern aus Sizilien und Yugoslawien.




Die Fliegerei, jaahaa die Fliegerei ist eben die Fliegerei. Leider ist inzwischen sogar die Fliegerei in Misskredit geraten. Gerade jetzt, meine Damen und Herren, wo doch die Flughäfen an die Städte heranwachsen, kommen Wolken auf am künstlichen Horizont. - Können Sie fliegen, meine Damen und Herren? - Nein? - Ich auch nicht! Diese Gnade wurde mir vergönnt, das konnte höchstens Franz Josef Strauss, unser, Gott hab ihn selig, Landesvater im Geiste der Fliegerei. Dr. Strauss besass sogar fünf Fluglizenzen. - Dann auf einmal dieser unselige 11. September! Dieser Karfreitag der Fliegerei! Am 11. September welch ein Zufall! - 1609 meine ich, meine Damen und Herren, da wo dieser englische Seefahrer Henry Hudson Manhattan entdeckte. Manhattan war 1609, noch Urwald, Ground Zero wohin das Auge reichte... kein Mensch hätte gedacht, dass diese Moslems auch fliegen können. Wir Bayern schon gar nicht, da denken wir gut katholisch konservativ wie die Amerikaner, wir denken immer noch in den Kategorien Kara Ben Nemsis und Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbass Ibn Hadschi Dawud al Gossarah’s und deren Kamelen und schwarzen Hengsten. Gut immerhin haben uns die Araber anständige Zahlen gebracht. Stellen Sie sich vor, meine Damen und Herren, am Flughafen oder am Bahnhof, Sie stehen da wo diese Anzeigetafeln hängen, da wo Sie Ihren Abflug..., da wo steht wenn der Zug abfährt, in römischen Ziffern, stellen Sie sich das vor. 75 Minuten ab 9 Uhr wäre demzufolge ... Nehmen wir ein einfacheres Beispiel 10 nach 10 wäre XDOTX. Da denkt doch jeder gleich, was in aller Welt steht für X und was für X. Wo kämen wir denn da noch hin. Und erst die Manager, da wäre ja jeder froh, wenn er wenig kriegt und damit weiss, was er bekommt. 20 Millionen Euro in römischen Ziffern ist doch kein Salär mehr, das ist Schindluder, das ist Hausfriedensbruch im Lichte aktueller Probleme ... wo war ich gleich? Ah ja, wenn Sie meine Damen und Herren, in der Wüste zur Welt kommen, im Sand leben quasi, was in aller Welt bleibt ihnen da noch anderes übrig als Körner zu zählen. Nein, römische Ziffern, das kann es definitiv nicht sein, da muss man auf andere Gedanken kommen, sogar als Araber. Aber unter dem Sand, und da hat Bayern das Nachsehen, in Bayern gibt es leider keine Wüsten, im Vergleich zu Saudi Arabien sind wir ein dritt Welt Land. Unter dem Wüstensand, meine Damen und Herren, da liegt das spätere Kerosin und das noch spätere CO2 vergraben. Und Ingold Air ist da ganz vorn, gerade hinter der ehemaligen Swissair, wenn es um den Ausstoss von CO2 geht. Ingold stösst fast nichts aus. Die Swissair schon gar nichts mehr, die ist umweltpolitisch an erster Stelle. Die saubere Schweiz, meine Damen und Herren, die saubere Schweiz! (?) Wäre da nicht diese neue Dings-Airline, diese SWISS, und die, jaaa die stösst aus. Die stösst für die Lufthansa aus, für Deutschland quasi. Da muss der deutsche Michel wieder einmal den Kopf hinhalten für den helvetischen Dreck und seine Saubermänner. Die kassieren doch ab wo immer sie nur können, lassen sich in der Welt herumfliegen mit Flugzeugen die ein Schweizerkreuz auf dem Schwanz haben und wir Kraniche sind Schuld für den Dreck der wo die ausstossen! So sieht’s doch aus meine Damen und Herren Ingolstädter. Die Fliegerei sei umweltbelastend sagen die einen. Jahaa da haben die leicht reden, wo will man denn heute noch fliegen wo? - Wo doch eh schon überall a Umwelt ist? Und von Statistiken, meine Damen und Herren, ja von Statistiken allein kann der Mensch heute nicht mehr leben, da braucht es schon etwas mehr, das Herr Gore, lassen sie sich von einem älteren erfahreneren Kollegen sagen. Wir brauchen mutige Männer und Pioniere wie unseren Juniorchef den Unternehmer Res Ingold! Einer der am Boden bleibt, wo andere längst vom Controlturm gesprungen sind. Auch wenn sich die Bahnhöfe und Flughäfen noch so eng zusammenschliessen, etwas Umwelt ist immer dazwischen. Erst wenn eines Tages die ganze Welt ein Flughafen ist, braucht man nicht mehr abzuheben, dann ist man eh schon da. Ferien braucht man dann auch keine mehr und es ist so schön wie früher vor 50 Jahren. Bis dahin geht es noch eine ganze Weile und wir werden noch mit dem Bahnhof fahren müssen. Der Freistaat Bayern heisst die Ingold Airline auf den Schienen des Flughafens Franz Joseph Strauss aber auch hier in Ingolstadt Manching, für die nächsten 50 Jahre herzlich willkommen! Ingolstadt grüsst die Welt! Ingoldstadt grüsst die Ingold Airlines.

„banda metafisica“ Jubiläumsfeier in der Bundeskunsthalle Bonn

Res Ingold, Prototyp des erfolgreichen Unternehmers. (Foto Berenapress)