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Die Sintflut erreicht Hallau
Die Sintflut erreicht Hallau

Das Wohl des Landes stehe nicht im Vordergrund dieser Wahl, kommentiert This Jenni von der SVP die Abwahl von Christoph Blocher. Wo immer sich eine SVP Stimme erhebt, erhebt sie sich über das Volk und spricht für alle. Das Volk will dies, das Volk will das und was das Volk will, weiss die SVP.
Das Volk ist aber immer noch die Summe aller Bürger in ihrer jeweiligen Verschiedenheit.
Noch einmal This Jenni: “Wir sind gewählt worden vom Volk“ - Falsch, der Satz sollte heissen: “Wir (die Parlamentarier der SVP) sind gewählt worden von unseren Wählern und dies sind immerhin 30% unseres Volkes.“
Eine Abstrafung der SVP mitgetragen von weiten Teilen des bürgerlichen Lagers ist ein recht erstaunlicher Vorgang für die eher kompromissbereite Schweizer Politlandschaft.
Gewählt wurde an die Stelle von BR Blocher Frau SVP-Regierungsrätin Eveline Widmer-Schlumpf, die Tochter des Alt-Bundesrates Leon Schlumpf. Heute den 13.Dezember 2007 hat Frau Widmer Schlumpf die Wahl angenommen. Sie wird von der SVP nicht unterstützt.
Die Auftritte der SVP, namentlich ihre Frontmänner; Blocher, Maurer, Mörgeli, Brunner und wie sie alle heissen sowie die unselige SVP-Kampagne dieses Herbstes sind nicht wenigen Schweizer Bürgern im Halse stecken geblieben. Wenn sich linke oder rechte Randparteien oder gar ausserparlamentarische Gruppierungen solche Exzesse leisten, werden diese als Stilblüten in der Politlandschaft gewertet und geben höchstens Anlass zur parlamentarischen Randnotiz. Die SVP Propaganda-Maschine hat mit grossem Aufwand einen gefilterten Themen-Mix über ihr Wählerpotential ausgeschüttet und ist dementsprechend erfolgreich aus den Parlamentswahlen gegangen. Viele Bürger sind frustriert, weil das Leben immer teurer und die Welt immer unsicherer wird. Wer ist schuld?
Fragt man die SVP so tönt es etwa so:
Die Ausländer, die Asozialen, die Scheinasylanten und Drogendealer, die Balkanraser, die Scheininvaliden, die Linken und Grünen und die vielen Frauen, die den Familienvätern den Job wegnehmen, statt zu Hause zu bleiben und auf die Kinder aufzupassen. Im weiteren ist da noch diese blöde Klimalüge, die Autohasser in die Welt gesetzt haben. Was aber das Allerschlimmste ist, nun wollen diese Kriegsdienstverweigerer noch die Wehrkraft der Schweiz zersetzen, indem man dem Wehrmann sein Allerheiligstes wegnimmt, das Sturmgewehr. Dann dieses Geschrei nach öffentlichen Geldern für die Bildung, wo es doch sowieso zu viel Studierte gibt. Da letztlich mehr als 30% frustrierte Bürger herumlaufen, ist diese Sündenbockliste ein Wahlquotenknüller. Und wenn Herr und Frau Schweizer den Dreck in ihren Städten sieht, dann ist klar, so sah es früher nur im Ausland aus. Dass früher täglich die Wegmeister, welche weitgehend dem Sparwahn der Bürgerlichen zum Opfer gefallen sind, mit ihren Besen die Strassen kehrten, ist längst vergessen.
Viele dieser SVP Anhänger sind domestizierte Proletarier, wie sie der Sehnaher Soziologe Karl Daumer nennt. Leute, die ihrem sozialen Status, Bildungsstand sowie ihrem Einkommen entsprechend in eine Gewerkschaftsecke gehörten. All diese hat man gezielt mit einer populistischen Propaganda auf die andere Seite gezogen. Aber auch die Kleinbauern werden über diesen Tisch gezogen, sie werden zusehends verschwinden.

Für Fundamentalisten ein schwarzer Tag. Warum oh Herr hast Du uns verlassen?
Für Gerhard Blocher, den Bruder und Pfarrer. muss eine Art Sintflut über Hallau hereingebrochen sein.
Nun vielleicht hat er zu wenig gebetet ... oder aber, er hat zuviel gebetet und der Inhalt hat Gott nicht gefallen.



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