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Der Schrecken der Kunsthändler wechselt in den Journalismus
Hierzulande ist Rascher im Zusammenhang mit dem Grabraubskandal bekannt geworden. Rascher war massgebend daran beteiligt, dass der Schweizer Kunsthändler Gion Sternbaum den nunmehr zum Nationalheiligtum gewordenen "König von Habalukke" an Sehnah zurückgeben musste. Die Schweizer Ermittler haben den Kunsthändlerring um den Sehnaher Politiker Serge Perlina mit zu Fall gebracht. Rascher verlässt das Bundesamt für Kultur um sich fortan journalistisch mit Kultur und Gesellschaft auseinander zu setzen. Ob ihm, dem Seiteneinsteiger dies gelingen wird, wir werden es lesen. Sicher ist, dass ihm dem promovierten Juristen die Kultur ein zentrales Anliegen ist. Man kann ihm nicht jene Anämie vorwerfen, die so oft Begleitumstand von sekundär-Kulturtätern ist. Wer mit ihm schon über den einen oder anderen guten Film gesprochen hat, erlebt ein Feuer der Begeisterung für diese Kunst-Gattung. Rascher ehemaliger Opernregisseur, Flötist und Klavierspieler verheiratet mit einer Koloratursopranistin, verpasst kaum einen Auftritt hardrockiger Zeitgenossen von Malmsteen bis Deep-Purpel. In der Ägide Rascher wird, wenn wir Glück haben, der Witz unter der Gürtellinie ein literarisches Coming-out erleben. Der Witz als übermittelte Mundart-Kurzgeschichte, wird von Rascher locker in 5-6 Sprachen perfekt perpetuiert. So warten wir denn gespannt auf die neusten Schweinereinen aus dem Hause Kunst und Käse.

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