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Geistiges Eigentum
Häschen klein, nicht mehr allein
im Dienste des Menschen
Südstaatensklave mit Prügelnarben

Immaterialgüterrechte


Die Immaterialgüterrechte entstanden grösstenteils erst in der Neuzeit, vor allem aber im 18. Jahrhundert. Das 18. Jahrhundert zählt zur Epoche der Neuzeit, gilt im Rahmen der europäischen Geschichte als eine Krönung der Aufklärung - man spricht auch von der Zeit der Spätaufklärung.

Die Krönung des Immaterialgüterrechts indes kürt das geistige Eigentum.

Die Gentechnik führt dazu, dass Tiere in bisher ungekanntem Ausmass zur Massenware und zum industriellen Rohstoff verkommen. Denn seit klar ist, wie ähnlich ihr Erbgut dem menschlichen ist (Maus und Mensch gleichen sich beispielsweise zu 80 Prozent), werden sie en gros produziert und als „geistiges Eigentum“ sogar patentiert.

Die Knockout Maus, im Grunde ein Euphemismus, wurde von den Wissenschaftlern Mario Capecchi, Martin Evans and Oliver Smithies in 1987-1989 erstmals produziert. Die genmanipulierten Nachkommen lassen sich nun in vielfältigen Experimenten mit anderen Mäusestämmen vergleichen. Dabei lernen die Forscher, welche Funktionen das ausgeschaltete Gen hat.

Mario Capecchi

Die „Knock-out-Maus“ wurde zu einem beliebten „Modellorganismus“, ähnlich wie Fruchtfliege, Fadenwurm oder Zebrafisch. Besonders spektakulär: die Krebsmaus. 1988 hatten Wissenschaftler aus Harvard diesen Mäusestamm kreiert, um daran Medikamente zu testen – er entwickelt besonders rasch Tumoren.

Der Besitz von Lebewesen hat Tradition. Harmlos die Kuh, die Milch gibt und gut gehalten wird. Harmlos das Pferd, das geritten und getätschelt wird. Weniger harmlos die Sau, die geschlachtet wird.

Weniger harmlos Tierfabriken. Die industrielle Lebensmittelproduktion ist wie vieles andere kaum mehr wegzudenken aus heutigen Gesellschaften.

Seit dem 1. Januar 1831 gab William Lloyd Garrison die Zeitschrift Liberator heraus, die er 35 Jahre lang publizierte und in der furchtlos die Grundsätze der Gegner der Sklaverei, der so genannten Abolitionisten vertreten wurden. Garrison wurde so bald der meistgehasste Mann in den Südstaaten. Schon im Dezember des gleichen Jahres setzte der Staat Georgia ein Kopfgeld von 5.000 US-Dollar auf ihn aus.

William Lloyd Garrison

Im April 2006 veröffentlichte Terre des hommes Zahlen, nach denen mehr als 12 Millionen Menschen als Sklaven betrachtet werden müssen. Davon bestehe etwa die Hälfte aus Kindern und Jugendlichen. Es handelt sich um Opfer von Menschenhandel und Zwangsarbeit. In Indien, Bangladesch und Pakistan leben demnach die meisten Zwangsarbeiter.

Unser geistiges Eigentum ist also unter anderem auch das Wissen über diese 12 Mio Sklaven. Wir unternehmen natürlich nichts gegen diese Zustände, da wir den Besitzern dieser Sklaven wahrscheinlich unsere Krebsmäuse und andere Artikel aus unseren vielfältigen Sortimenten verkaufen möchten. Wir sind alle bereits Knock-out-Mäuse mit einem lahmgelegten Humanismusgen. Wir lassen unsere Kinder zwar wacker Goethe-Verse plappern und Violinen kratzen, hoffend, dass in dem Geplapper und Gekratze jeglicher Abolitionismus als Eigentum den Geist aufgibt.